Aktuelle Informationen zur Experimentelle 15

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Aus der Presse:

Aus dem Südkurier vom 03.07.2008:
Kunstbegeistert ohne Ende
VON JACQUELINE WEISS

Titus KochTitus Koch ist zwar das Interesse an der Bildenden Kunst nicht in die Wiege gelegt worden, doch diese Kunst prägte seinen Lebensweg von klein auf. Der Großvater hatte eine gute Sammlung, die auch von Besuchergruppen angeschaut werden durfte und Titus Koch führte die Gruppen als acht- oder neunjähriger Junge durch die Sammlung, um sich sein Taschengeld aufzubessern.

Das Interesse blieb, er hat viel gesehen, viel gelesen und seit rund 25 Jahren eine Galerie in seinem Wohnsitz Schloss Randegg. Sein besonderes Interesse gilt den Arbeiten der Künstler der Gruppe "Spur" und "Cobra" und deren Nachfolger. Einige Künstler hat Koch von ihrer Studienzeit an begleitet, wie zum Beispiel Axel Heil, der jetzt Professor an der Kunstakademie in Karlsruhe ist.

Koch ist selbst Sammler, ohne dabei den Sinn fürs Realistische zu verlieren und sich von Kunstmoden beeindrucken zu lassen. Er gehe immer "sehr respektvoll" auf Auktionen. Stolz ist der Galerist im Nebenberuf, im Hauptberuf arbeitet er als Baustatiker und ist SPD-Gemeinderat, weniger auf seine Galerie als auf die "Experimentelle". Bereits zum 15. Mal organisiert er die Ausstellung. "Wenn die Experimentelle 25 Jahre alt wird, dann ist das ein Grund für mich, stolz zu sein", sagt Koch. Begonnen hat alles mit der Ausstellung "Yoruba - traditionelle Kunst aus Nigeria" vor 19 Jahren in der Sparkasse Gottmadingen. Der 1986 gegründete Förderkreis für Kultur und Heimatgeschichte veranstaltet die Ausstellung bis heute. 1988 gab es die erste "Experimentelle" in der Randegger Sporthalle, in den folgenden Jahren war die Ausstellung in Schloss Randegg und ist stetig gewachsen.

  Inzwischen ist es eine Drei-Länder-Ausstellung im Gottmadinger Ortsteil Randegg, im schweizerischen Thayngen und in Randegg in Niederösterreich, gleichzeitig Partnergemeinde von Gottmadingen.

53 Künstler aus acht Ländern beteiligen sich in diesem Jahr an der Ausstellung an drei Orten, die am 12. Juli beginnt. Das Konzept ist, mit Hilfe namhafter Künstler, jungen Künstlern ein Forum zu geben. Oft sei es so, dass namhafte Künstler, jüngere, unbekannte Künstler empfehlen und ihnen so den beruflichen Weg ebnen. "Jemand, der täglich mit Kunst zu tun hat und selbst ein guter Künstler ist, der sieht, ob ein Bild gut ist", erläutert Koch. Dabei gehe es weniger darum, was auf dem Bild zu sehen ist als um die Qualität des Bildes. Was gefällt oder nicht, sei wieder eine andere Sache. Ihm selbst gefallen kräftige Bilder mit Präsenz und Farbe.

Auch eine Galerie brauche ein Konzept, sonst verfalle sie der Beliebigkeit. Drei bis vier Ausstellungen organisiert Koch im Jahr. Die Künstler, die ausgestellt werden, machen den Namen einer Galerie aus. Interessant seien für ihn Künstler, die in ihrer Kunst auch mal einen Schritt nach vorn oder zur Seite machen, bei denen eine Entwicklung zu sehen ist. Dieter Krieg ist für Koch so ein innovativer Künstler, von denen es seiner Meinung nach leider viel zu wenig gibt. Als Galerist brauche man einen langen Atem, gut zwanzig Jahre kann es dauern, bis sich eine Galerie etabliert habe. Eine gewisse Sammelleidenschaft gehöre bei ihm auch dazu, gibt Koch zu. Und Begeisterung - lebenslang.
Bilder: Sabine Tesche


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